Fiona Grond / Interspaces

„Ich finde, die Band beherrscht genau das, was Jazzlegenden seit jeher für besonders wichtig erachten; nämlich die Töne zu spielen, die wirklich nötig sind und die Aussage haben. Grond, Stahl und Schiepek sind junge Jazzer, die das ‚Weglassen‘ schon perfekt drauf haben.“ (Ulrich Habersetzer, BR)

„Die ungewöhnliche Besetzung […] hat bereits einen eigenen Ton gefunden und überzeugt durch eine bemerkenswerte Reife.“ (Jurybegründung zur Verleihung des Leonard und Ida Wolf-Gedächtnispreises 2020)

Das Trio in ungewöhnlicher Besetzung aus Gesang, Saxophon und Gitarre – alles kombiniert mit elektronischen Effekten – verarbeitet Eigenkompositionen und Stücke aus allen Musikgenres auf eigenwillige Art und Weise. Beheimatet im Jazz wagt sich die Formation in experimentelles Gelände, Struktur trifft Sphäre und Klangwelten öffnen ihre bodenlosen Weiten. Feine, verwobene Kompositionen und Arrangements aus der Feder der Bandleaderin lassen mystische und verzaubernde Stimmungen entstehen. 

Experimentiert wird auf allen Ebenen: Formen werden aufgebrochen, Harmonien ausgeschöpft und auch die konventionelle Rollenverteilung spielt keine Rolle mehr. Alle Musiker des Trios agieren auf gleicher Ebene. Saxophon und Effekte schaffen Klangwolken, die Stimme wird zum Begleiter, während die Gitarre zum Solisten wird. Wo Akustik auf Technik trifft und Virtuosität in graziler Schlichtheit liegt.

Die schweizstämmige Vokalistin Fiona Grond – zu hören bereits mit Bobby McFerrin in der Münchener Philharmonie – Saxophonist Moritz Stahl – Gewinner der Kurt Maas Jazz Awards und ausgezeichnet mit dem Bayerischen Kunstförderpreises 2017 – Gitarrist Philipp Schiepek – aktiv in zahlreichen Formationen, Gewinner des Gasteig Wettbewerbs 2018 und Preisträger zahlreicher Wettbewerbe, u.a. mit dem Vincent Eberle Quintett – lernten sich an der Hochschule für Musik und Theater in München kennen. Aus dem Bedürfnis nach einer besonderen, aber intimen Besetzung und durch die Lust am musikalischen Experimentieren entstand das Trio im Herbst 2018.